Bürokratieabbau muss bei den Unternehmen ankommen
Die Gräfenthaler Kunststofftechnik GmbH (GKT) war Ziel eines Unternehmensbesuchs des Thüringer Wirtschaftsstaatssekretärs Mario Suckert, des Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck und des Gräfenthaler Bürgermeisters Marcel Kuhnen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Herausforderungen des Mittelstands sowie die notwendigen Schritte zum Abbau bürokratischer Belastungen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat sich die Gräfenthaler Kunststofftechnik GmbH zu einem leistungsfähigen Unternehmen entwickelt. Mit ihrem modernen Werkzeugbau und der Herstellung hochwertiger Kunststoffteile für die Automobil-, Elektro-, Hausgeräte- und Spielwarenindustrie bietet die GKT die gesamte Prozesskette aus einer Hand – von der Beratung und Konstruktion über den Prototypenbau bis hin zur Serienfertigung und Baugruppenmontage.
Im Gespräch mit der Unternehmensleitung wurde deutlich, dass viele mittelständische Betriebe nach wie vor unter umfangreichen Dokumentations-, Genehmigungs- und Nachweispflichten leiden. Diese binden wertvolle Zeit und personelle Ressourcen, die für Innovationen, Investitionen und die eigentliche Produktion benötigt werden.
„Die Gräfenthaler Kunststofftechnik steht beispielhaft für die Leistungsfähigkeit unseres industriellen Mittelstands. Damit Unternehmen wie die GKT auch künftig erfolgreich wirtschaften können, müssen wir bürokratische Hemmnisse konsequent abbauen“, erklärte Maik Kowalleck nach dem Besuch.
Der Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses im Thüringer Landtag begrüßt deshalb die vorgesehenen Regelungen des Ersten Thüringer Entlastungsgesetzes. Mit dem Gesetz sollen Verwaltungsverfahren vereinfacht und Genehmigungsprozesse beschleunigt werden. Ein wichtiger Bestandteil ist die Erweiterung der sogenannten Bauvorlageberechtigung. Künftig sollen auch Techniker, Handwerksmeister und weitere qualifizierte Fachkräfte Bauanträge einreichen können. Zudem sollen kleinere Bauvorhaben in bestimmten Fällen ohne aufwendige Genehmigungsverfahren umgesetzt werden können.
„Schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in die Fachkompetenz vor Ort sind wichtige Signale für unsere Unternehmen und das Handwerk. Wer investieren, erweitern oder bauen möchte, braucht verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen“, so Kowalleck.
Für den Abgeordneten ist klar, dass der Bürokratieabbau ein fortlaufender Prozess bleiben muss. „Jede unnötige Vorschrift, die wir abbauen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und entlastet zugleich Bürger und Kommunen. Die Hinweise aus der Praxis sind dabei unverzichtbar. Deshalb sind Unternehmensbesuche wie bei der Gräfenthaler Kunststofftechnik so wichtig.“
Maik Kowalleck dankte der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der Gräfenthaler Kunststofftechnik GmbH für den guten Austausch und die Einblicke in die Arbeit des Unternehmens.