Deutsches Optisches Museum in Jena im Fokus
Das Deutsche Optische Museum (D.O.M.) in Jena stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Thüringer Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Haushalts- und Finanzausschusses, Maik Kowalleck, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Haushalt der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Dabei informierten sich die Teilnehmer sowohl über den aktuellen Baufortschritt am künftigen Museumsstandort als auch im Ausweichquartier am Beutenberg-Campus.
Noch bis zur geplanten Eröffnung im Jahr 2028 dauern die Bauarbeiten an. Derzeit sind die Stiftung, die Büros sowie die umfangreiche Sammlung des Museums vorübergehend auf dem Jenaer Beutenberg untergebracht. Von dort aus begleiten die Mitarbeitenden den Bauprozess und arbeiten intensiv an der Konzeption der zukünftigen Ausstellung.
Eine umfassende Einführung in das Projekt erhielten die Teilnehmer durch Prof. Dr.-Ing. Timo Mappes, Gründungsdirektor des Deutschen Optischen Museums und Inhaber der Professur für Geschichte der Physik mit Schwerpunkt Wissenschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
„Das Deutsche Optische Museum ist ein Leuchtturmprojekt für Thüringen und weit darüber hinaus. Die weltweit einzigartige Sammlung und die hohe wissenschaftliche Kompetenz am Standort Jena machen deutlich, welche Bedeutung dieses Vorhaben hat. Es ist wichtig, dass wir als Haushaltsgesetzgeber den Fortgang dieses Projektes eng begleiten“, betonte Kowalleck im Anschluss an den Besuch.
Das Deutsche Optische Museum vereint eine weltweit herausragende Sammlung mit über 50.000 Objekten und historischen Akten. Dazu zählen unter anderem optische und ophthalmologische Instrumente wie Brillen, Mikroskope, Fotoapparate, Teleskope und Planetarien sowie Projektionsbilder, Grafiken und Gemälde. Ergänzt wird der Bestand durch eine umfangreiche wissenschaftshistorische Bibliothek mit mehr als 11.000 Bänden und eine sogenannte „Graue Literatur“ mit über 16.000 Positionen.
Eine besondere Bedeutung kommt zudem dem größten Glasarchiv der Welt zu, das seit 2021 Teil der Sammlung ist. Es umfasst mehr als 140.000 Proben aus Glasschmelzen der Firma Schott aus den Jahren 1920 bis 1990.
Der Besuch des Arbeitskreises unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den Wissenschafts- und Technologiestandort Thüringen sowie die Notwendigkeit einer verlässlichen finanziellen Begleitung bis zur Fertigstellung.