Maik Kowalleck

Thüringen bleibt Kindergartenland

Maik Kowalleck: „Frühzeitig auf demografische Veränderungen reagieren!“

Thüringen ist und bleibt ein Kindergartenland. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck (CDU) mit Blick auf aktuelle Überlegungen der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag zur Weiterentwicklung der Kinderbetreuung hin.

„Unsere Kindergärten sind weit mehr als reine Betreuungseinrichtungen. Sie sind wichtige Bildungsorte und soziale Mittelpunkte in unseren Städten und Gemeinden. Gerade im ländlichen Raum sind sie häufig ein zentraler Treffpunkt für Familien“, betont Kowalleck.

Gleichzeitig stelle der demografische Wandel viele Einrichtungen vor neue Herausforderungen. In einigen Regionen gehen die Kinderzahlen deutlich zurück. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag will deshalb frühzeitig reagieren und hat ein Landesprogramm mit sogenannten Fusionsprämien vorgeschlagen.

„Wir wollen Trägern und Gemeinden ein Instrument an die Hand geben, um vor Ort tragfähige Lösungen zu entwickeln. Jede Region hat andere Voraussetzungen und genau darauf müssen Antworten zugeschnitten sein. Wenn sich Kinderzahlen verändern, müssen wir rechtzeitig Strukturen anpassen, damit auch künftig überall eine verlässliche und qualitativ gute Betreuung möglich bleibt“, erklärt Kowalleck.

Konkret soll das Programm unterstützen, wenn kleinere Einrichtungen zusammengelegt werden, um langfristig stabile Strukturen zu sichern, wenn Investitionen etwa für Umbauten oder Anpassungen notwendig werden oder wenn ehemalige Kindergartenstandorte neue Aufgaben übernehmen – beispielsweise als Begegnungsstätten, Einrichtungen der Tagespflege oder Mehrgenerationenhäuser.

Für die geplanten Fusionsprämien sind rund 12 Millionen Euro vorgesehen. Als Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Thüringer Landtags unterstreicht Kowalleck die Bedeutung einer verlässlichen finanziellen Ausstattung: „Gerade bei strukturellen Veränderungen brauchen Kommunen und Träger Planungssicherheit. Deshalb ist es wichtig, dass das Land die notwendigen Mittel bereitstellt und solche Prozesse aktiv unterstützt.“

Das Programm soll ab 2027 starten und Teil der kommenden Überarbeitung des Thüringer Kindergartengesetzes werden.

Der Landtagsabgeordnete verweist dabei auch auf die besondere historische Bedeutung der Region: „Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gilt als Wiege des Kindergartens. In Bad Blankenburg gründete Friedrich Fröbel 1840 den ersten Kindergarten der Welt. Diese Tradition verpflichtet uns auch heute, die Kinderbetreuung zukunftsfest weiterzuentwickeln.“

Mit der geplanten Reform des Thüringer Kindergartengesetzes wolle die CDU-Fraktion zugleich den nächsten Qualitätsschub für Thüringer Kindergärten auf den Weg bringen. „Für uns ist klar: Familien müssen sich überall in Thüringen auf gute und verlässliche Kinderbetreuung verlassen können – in der Stadt ebenso wie im ländlichen Raum“, so Kowalleck.