Maik Kowalleck

Abschied von Bernhard Vogel

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Bernhard Vogel, der im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Sein Lebenswerk hat Thüringen und Deutschland nachhaltig geprägt. Als einziger Politiker der Nachkriegszeit führte er zwei Bundesländer als Ministerpräsident: von 1976 bis 1988 Rheinland-Pfalz und von 1992 bis 2003 Thüringen.

In einer Zeit des Umbruchs übernahm er 1992 die Verantwortung in Thüringen und führte unser Bundesland mit Weitsicht und Entschlossenheit in eine stabile Zukunft. Seine Fähigkeit, Brücken zwischen Ost und West zu bauen, trug maßgeblich zum Zusammenwachsen Deutschlands bei. Ministerpräsident Mario Voigt würdigte ihn mit den Worten: „Dr. Bernhard Vogel war ein Jahrhundertpolitiker. Er war jemand, der mit einem freundlichen Lächeln, mit scharfem Verstand und unerschütterlicher Überzeugung führte. Sein Rat war nie laut, nie belehrend - aber immer klug. Ich durfte viele Gespräche mit ihm führen, über Politik, über Thüringen, über die Herausforderungen unserer Zeit."

Friedrich Merz bezeichnete ihn als "verdienten Christdemokraten und Ausnahmepolitiker, der das Gesicht der Bundesrepublik prägte". Bernhard Vogel war nicht nur ein herausragender Staatsmann, sondern auch ein Mensch, der den Dialog suchte und den Respekt vor dem politischen Gegner lebte. Sein Engagement für die christlich-demokratischen Werte und sein unermüdlicher Einsatz für die Menschen werden uns stets Vorbild sein.

Für Maik Kowalleck waren die Begegnungen mit Bernhard Vogel in den vergangenen drei Jahrzehnten immer etwas Besonderes und inspirierend. Bereits als Jugendlicher und Mitglied der Jungen Union Thüringen lernte Maik Kowalleck den damaligen Thüringer Ministerpräsidenten kennen. Die folgenden Jahre waren immer wieder geprägt von seinem Rat und Gesprächen auf verschiedenen Veranstaltungen und Treffen.