Kurortefinanzierung muss erhalten bleiben!

Kowalleck fordert Kurorte-Bekenntnis der Landesregierung

26.05.2021

Auf Initiative des Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck wurde im Jahr 2013 das Thüringer Kurortegesetz geändert und damit der Weg frei gemacht für die Prädikatisierung seiner Heimatstadt Saalfeld als „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“. Dass sich dieses Engagement seither regelmäßig für die Feengrottenstadt auszahlt, zeigen die jährlichen Zuweisungen aus dem Kurorteausgleich des Landes Thüringen. Allein im vergangenen Krisenjahr konnte Saalfeld rund 660.000 Euro Förderung auf dem Stadtkonto verbuchen. Von den damit umgesetzten touristischen Maßnahmen wie der Sanierung der Stadttore profitieren sowohl die Saalfelder als auch deren Gäste.

Nunmehr wird die Finanzierung durch Aussagen eines Gutachtens zur Überprüfung des vertikalen und horizontalen Finanzausgleichs in Thüringen infrage gestellt. Im Gutachten des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln heißt es, dass auf Grund mangelnder empirischer Evidenz sowie theoretisch nicht eindeutiger Effekte von einer weiteren Berücksichtigung des Kurorteansatzes im kommunalen Finanzausgleich abgeraten werde. 

Für den Saalfelder Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck wäre das Ende der Kurorte-Förderung ein massiver Schlag gegen den Gesundheitstourismus im ländlichen Raum. Das zarte Pflänzchen des Kurortetourismus zeige gerade in Saalfeld erste Erfolge, auf die aufgebaut werden müsse.

Daher fordert der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Maik Kowalleck die Landesregierung auf, sich klar zu den Thüringer Heilbädern und Kurorten zu bekennen. Deren Finanzierung über den Kurorteausgleich müsse wie bisher im Landeshaushalt 2022 verankert werden. 

Der Landtagsabgeordnete sieht in den nächsten Jahren großes Potenzial für die Thüringer Kurorte. „Das Bewusstsein für Urlaub in der Heimat und für die eigene Gesundheit ist bei den Deutschen in der Pandemie gewachsen. An dieser Stelle müssen wir in Thüringen ansetzen und unsere Heilbäder und Kurorte stärken. Mit 30 Prozent der statistisch erfassten Übernachtungen sind die deutschen Kurorte und Heilbäder ein wesentlicher Faktor im Tourismus. Die Kurorte-Finanzierung in Thüringen muss erhalten bleiben und die Standorte müssen nach der Corona-Pandemie eine Stärkung erfahren“, so der Landtagsabgeordnete.