673.000 Euro für Heilstollenkurort Saalfeld

Kowalleck: Kur- und Erholungsorte weiter unterstützen

01.06.2022

Rund 673.000 Euro staatliche Unterstützung erhielt der Heilstollenkurort Saalfeld im Jahr 2021 - davon 463.000 Euro aus dem Thüringer Kurorte-Sonderlastenausgleich und 210.000 Euro zusätzliche Hilfen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Damit hat sich die Initiative des Saalfelder Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck, das Thüringer Kurortegesetz zu ändern und den Weg frei zu machen für die Prädikatisierung seiner Heimatstadt Saalfeld als „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ inzwischen mehr als ausgezahlt. Das zeigen die jährlichen Zuweisungen aus dem Kurorte- Sonderlastenausgleich, die auf dem Saalfelder Stadtkonto verbucht wurden und die für touristische Maßnahmen wie die Sanierung der Stadttore zur Verfügung standen.  

„Die Prädikatisierung Saalfelds als Kurort war ein wichtiger Schritt für die weitere touristische Entwicklung unserer Region. Gerade in Zeiten knapper Kassen werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass diese wichtige finanzielle Unterstützung im Landeshaushalt verankert bleibt. Mit 30 Prozent der statistisch erfassten Übernachtungen sind die deutschen Kurorte und Heilbäder ein wichtiger Faktor im Tourismus“, betont der Saalfelder Abgeordnete Maik Kowalleck.  

Nach Auskunft der Landesregierung auf Anfrage des Abgeordneten Maik Kowalleck gingen die Übernachtungszahlen der Thüringer Kurorte insgesamt im Jahr 2020 um circa 26 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 zurück. Für das Jahr 2021 ist nach den zum jetzigen Zeitpunkt statistisch verfügbaren Zahlen ein weiterer Rückgang um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, was im Vergleich zum Jahr 2019 einem Rückgang von rund 30 Prozent entspricht. 

Wie Innenstaatssekretär Götze in seiner Antwort an Kowalleck mitteilt, sollen die diesjährigen Auszahlungen des Sonderlastenausgleichs für die Belastungen der Kurorte planmäßig spätestens zum 1. Oktober erfolgen. Weitere finanzielle Unterstützungen für die Thüringer Kurorte, Erholungsorte, Heilbäder und Kneippheilbäder aus dem „Thüringer Corona-Pandemie-Hilfsfonds“ seien im Haushaltsjahr 2022 nicht veranschlagt. 

„Aber auch unsere Erholungsorte brauchen nach wie vor dringend Unterstützung. Im Vergleich der Jahre 2019 und 2021 betrug der Rückgang der Übernachtungen hier thüringenweit sogar 40 Prozent“, so Landtagsabgeordneter Maik Kowalleck.

Neben der Kurstadt Saalfeld (210.000) erhielten im Jahr 2021 mit der Stadt Schwarzatal (97.000 Euro), Bad Blankenburg (85.000 Euro) und Cursdorf (83.000 Euro) die drei Erholungsorte im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zusätzliche Hilfen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie.