Neues von Maik Kowalleck
12.06.2020, 12:51 Uhr | Übersicht | Drucken
Kindergarten- und Schulöffnung mit vielen Fragezeichen
Kowalleck fordert Problemlösungen bei Betreuung

Wenn am kommenden Montag die Kindergärten und Grundschulen in Thüringen wieder eine tägliche Betreuung von sechs bis acht Stunden für alle Kinder anbieten, ist das auch nach Meinung des Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die aktuell geführte öffentliche Diskussion zeige jedoch deutlich, dass neben der Ankündigung der Landesregierung klare und alltagstaugliche Regelungen für die Umsetzung fehlen. So erhielten die Schulen bis zum Donnerstag keine Regularien, was ab Montag umzusetzen ist. Große Ungewissheit besteht auch bei den betroffenen Eltern.  

Maik Kowalleck erreichten neben Anfragen von Schulen vor allem Hilferufe von Eltern, die mit der Organisation ihres Alltags kurzfristig vor schier unlösbare Probleme gestellt werden.



Der Fall einer Krankenschwester, die für ihr Kind bisher die Notbetreuung in der Schule in Anspruch nehmen konnte, steht stellvertretend für viele Eltern in den sogenannten systemrelevanten Berufen. Während das Kind in der Notbetreuung ab 6.00 Uhr betreut wurde, dürfen die Kinder nun erst ab 7.00 Uhr kommen. Ein Unding aus Sicht der Mutter, die um 6.00 Uhr ihren Dienst im Krankenhaus antreten muss.  

„Berufstätige Eltern und vor allem die Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen brauchen nicht nur Anerkennung, sondern dringend weitere Unterstützung zur Krisenbewältigung. Die momentan bestehenden Unklarheiten ziehen unnötig Gräben zwischen Eltern und Lehrern. Problemlösungen sind deshalb dringend angezeigt. Dazu gehört aber auch, die Argumente und Ängste der Lehrer ernst zu nehmen. Wenn allgemein gültige Hygieneregeln in Schulen nicht eingehalten werden können, müssen praktikable Vorschläge auf den Prüfstand. Andere Bundesländer wie Sachsen zeigen, dass es geht. Persönlich werde ich mich in den nächsten Tagen an die Schulträger und das Thüringer Bildungsministerium wenden und auch Gespräche mit Schulen und Elternvertretern führen“, so Maik Kowalleck.