Neues von Maik Kowalleck
30.03.2020, 13:26 Uhr | Übersicht | Drucken
Land knüpft Förderung für Reitzengeschwendaer Museum an Qualitätsstandards
Kowalleck: Tourismusbranche unterstützen

Mit einer Anfrage zur zukünftigen Förderung des Volkskundemuseums in Reitzengeschwenda durch den Freistaat Thüringen und den dafür erforderlichen Voraussetzungen hatte sich der Saalfelder Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck an die Landesregierung gewandt (wie die OTZ am 06.02.2020 berichtete). 

Nunmehr liegt ihm die Antwort aus der Thüringer Staatskanzlei vor. Daraus geht hervor, dass die bisherige jährliche Zuwendung in Höhe von 21.500 Euro auch im laufenden Jahr 2020 gezahlt wird. Im Jahr 2019 wurde die Zuwendung einmalig um 10.000 Euro erhöht, um eine verstärkte konzeptionelle Arbeit zu ermöglichen. Denn von einem schlüssigen Konzept wird es abhängen, ob und wie es im kommenden Jahr mit der Förderung für das Museum weitergeht.



Laut Landesregierung ist die institutionelle Förderung an die Bedingung geknüpft, dass das Museum die Qualitätskriterien des Internationalen Museumsrats ICOM und die „Standards für Museen“ des Deutschen Museumsbundes erfüllt.  Trotz langjähriger Förderung erreiche das Museum jedoch nur ansatzweise diese Qualitätskriterien. Die Thüringer Staatskanzlei und der Thüringer Museumsverband hätten vom Träger des Museums daher dringend eine Einbindung in eine stabile Trägerstruktur gefordert.

„Für eine Fortsetzung der Landesförderung werde ich mich in Erfurt persönlich einsetzen.Vor Ort gibt es neue Initiativen und Ideen, die auch von der Thüringer Staatskanzlei positiv aufgenommen wurden. Reitzengeschwenda allein kann die konzeptionelle Arbeit jedoch nicht stemmen. Hier ist die gesamte Region, der Landkreis und das Land gefordert. Die derzeitige Situation verpflichtet die Politik, die Tourismusbranche noch mehr zu unterstützen und Projekte anzuschieben.“ so Maik Kowalleck.     

Dass der Freistaat Thüringen Kooperationen einen wichtigen Platz einräumt, spiegelt sich in der Antwort auf die Anfrage Maik Kowallecks wider. Die Netzwerke sollen laut Handlungsempfehlungen zur Museumsentwicklung

  • die wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Abstimmung von Sammlungsschwerpunkten zum Gegenstand haben
  • gegenseitige Unterstützung bei der Vermittlungsarbeit, wie bei der Erstellung museumspädagogischer Materialien, leisten,
  • die Auftritte in der Region, zum Beispiel durch gemeinsame Themenstellungen, gemeinsame Auftritte am Markt und im Internet und eine gemeinsame, abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit, bündeln. 

Inwieweit die Landesregierung Möglichkeiten sehe, den Museumsförderverein bei der Erstellung eines tragfähigen Konzeptes zu unterstützen, wollte Maik Kowalleck zudem wissen. Die Thüringer Landesregierung fördere den Museumsverband Thüringen, der dadurch die Museumsberatung habe ausbauen können. Der Förderverein könne darüber hinaus Anträge auf Projektförderung auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung von Kultur und Kunst stellen, so die Antwort aus der Staatskanzlei.