Chaos bei Beantragung von Solarförderung im Freistaat Thüringen

Kowallleck fragt nach Bearbeitungsstand von Anträgen aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

05.04.2022

Zahlreiche Hausbesitzer im Landkreis Saalfeld Rudolstadt haben in den vergangenen Jahren in erneuerbare Energien, insbesondere in Solaranlagen auf Dächern und Grundstücken, investiert. Auch in diesem Jahr wollten viele Bürger das Landesprogramm „Solar Invest“ nutzen – und das nicht erst aufgrund der momentanen Diskussion über die gestiegenen Energiekosten.  

Das vor wenigen Tagen nun endlich eröffnete Beantragungsverfahren fand jedoch aufgrund des großen Andrangs und der mehr als 3.500 Anträge ein jähes Ende. Der Server der Thüringer Aufbaubank war völlig überlastet und die im Landeshaushalt vorgesehenen zehn Millionen Euro schnell ausgeschöpft. 

So erreichten den Saalfelder Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck in den letzten Tagen Anfragen von enttäuschten Hausbesitzern, die ihren Antrag auf Förderung einer Solaranlage und entsprechender Speicherkapazitäten noch nicht einmal einreichen konnten. Viele befürchten, dass sie bei der Förderung nun leer ausgehen und eine Investition in die geplante Solaranlage nicht mehr möglich oder unangemessen teuer für sie wird. 

Kowalleck nimmt die an ihn herangetragenen Beschwerden nun zum Anlass, um bei der Landesregierung nach dem Stand der Beantragung von Anträgen aus dem Landkreis Saalfeld Rudolstadt nachzufragen.  

„Es ist ein Unding, dass die Menschen einerseits in erneuerbare Energien investieren sollen und andererseits das Beantragungsverfahren chaotisch verläuft. Das schlechte Management in Erfurt sorgt für Frust bei den zahlreichen Antragsstellern. Gerade in diesen Zeiten wollen die Bürger durch eigene Investitionen mithelfen, Thüringen unabhängiger von Energieimporten zu machen. Die Landesregierung muss jetzt schnellstens Vorschläge bringen, wie Antragsverfahren vereinfacht und auch zusätzliche finanzielle Mittel für die Investitionen in Solaranlagen möglich gemacht werden können. Angesichts der aktuellen Entwicklung der Baukosten ist das Thüringer „Solar Invest“-Programm umso wichtiger“, so der finanzpolitische Sprecher der CDU Fraktion im Thüringer Landtag, Maik Kowalleck.