Lösung für Hausbootbetrieb Hohenwarte in Aussicht

07.12.2021

Unter der Überschrift „Hausboot-Vermieter am Hohenwarte-Stausee: Jungunternehmer an die bürokratische Kette gelegt“ berichtete die Ostthüringer Zeitung über die im vergangenen Jahr gestartete Hausboot-Vermietung am Hohenwarte-Stausee, die nach Inbetriebnahme des ersten Hausbootes keine weitere Zulassung erhielt. Ein bewilligter KfW-Kredit musste wieder abgesagt werden. Das Schleizer Landratsamt habe auf Anfrage mitgeteilt, dass sich Vattenfall wegen der Staumauer-Sicherheit und der Gewässerqualität gegen eine Zulassung von Hausbooten sperre.

Anlass für den Saalfelder Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck, bei der Landesregierung nachzufragen. Immerhin wurde das Hausboot „ROLLYBOOT HOHENWARTE“ von einer Jury für die Abstimmung zum Thüringer Tourismuspreis 2021 ausgewählt und erhielt in diesem Rahmen den neu ausgelobten Branchenpreis.

Wie der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee nunmehr auf die Anfrage Kowallecks mitteilte, könne das „ROLLYBOOT HOHENWARTE“ nach derzeitigem Kenntnisstand seine touristische Dienstleistung auch künftig am Hohenwarte-Stausee anbieten. Die diesbezüglich laufenden Gespräche zwischen insbesondere Vattenfall und den beiden betroffenen Landkreisen würden darauf hindeuten, dass eine Lösung gefunden werden könne. 

„Die Hausbootvermietung hat sich in vielen Tourismusregionen Deutschlands bewährt und etabliert. Es kann nicht sein, dass ein Tourismusprojekt in Thüringen ausgezeichnet wird und die praktische Umsetzung an Vorschriften scheitert. Neue Ideen, die den Tourismus in unsere Region voranbringen, müssen auch entsprechend unterstützt werden. Das ist für eine attraktive Tourismusregion unerlässlich und gilt im Besonderen auch für das Thüringer Meer. Es ist zumindest ein positives Signal, dass man miteinander spricht und Lösungen anstrebt. Das sollte sich auch in der Ausgestaltung der neuen Stausee-Ordnung niederschlagen“, so Kowalleck.